Karnevalsmusik

Kölsche Karnevalsmusik im Kölner Karneval

Genau genommen gibt es in Köln eigentlich keine spezielle Karnevalsmusik. Das was gemeinhin als Karnevalsmusik verstanden wird, wird ob Gassenhauer oder alten Volksweisen (treuer Husar) als Teil der Stadtkultur das ganze Jahr gespielt und gesungen.

Aber speziell zu Karneval, ob im Sitzungskarneval ab dem 11.11. oder in den „tollen Tagen“ des Straßenkarnevals, von Altweiber bis Aschermittwoch, werden diese Lieder im rheinischen Karneval fast ausschließlich gespielt.

Hinter den Texten der Karnevalslieder ist oftmals sehr viel tiefgründiges, außerhalb der für Stimmungslieder klassischen Themen wie Liebe und Alkohol zu hören. Es findet sich sehr viel „menschliches“ in den Liedern, was die rheinischen Karnevalslieder ausmacht. Hier geht es um den Zusammenhalt im Veedel, Integration von Außenseitern und immer wieder um die Liebe zur rheinischen Heimat (Viva Colonia – Höhner). Kleine Schwächen (Dicke Mädchen – Höhner) oder auch Trauerbehandlung (niemals geht man so ganz – Trude Herr) werden liebevoll und charmant besungen.

In der fast 200 jährigen Geschichte des Kölner Karnevals waren es zu Anfang des 19. Jahrhunderts eher die Lieder zur Huldigung des Prinzen Karneval, die die Musik ausmachten.

Erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert entwickelte sich die kölsche Musik mit Künstlern wie Willi Ostermann, Karl Berbuer, Gerhard Jussenhoven u.a. zu dem was die Kölner Brauchtumslieder zu Karneval geworden sind.

Heutzutage können die erfolgreichen kölschen Bands (Paveier, Höhner, Brings, de Räuber, Bläck Fööss u.v.a.) mit bis zu 300 Auftritten pro Session, ihren Lebensunterhalt sehr gut bestreiten.

Mehr Informationen über die einzelnen Bands erhalten sie unter:

Außerdem erhalten sie auf www.koelner-karneval.org alle wichtigen Informationen über den Kölner Karneval.